Während Katharina Haverich als Theatermacherin begann, produziert sie seit einigen Jahren Arbeiten als Performance- und Multimedia-Künstlerin. In ihren Performances und Live-Kunstwerken befasst sich Haverich mit den Begriffen Körpergefühl und emotionaler Zerstörung anhand von Szenen gewaltvoller, kontinuierlicher Metamorphose. Ihr Hauptinteresse gilt dem Stadium des Übergangs und der Transformation in Zusammenhang mit aktuellen sozialen und politischen Ereignissen. Haverichs Arbeit geht weitgehend aus eigenwilligen Traumbildern und biografischen Zuständen aus. Ihre neuesten Performances hat sie in ungewöhnlichen Räumen außerhalb des traditionellen Theaterkontextes inszeniert. Indem sie unheimliche Atmosphären und unvorhersehbare Situationen schafft, verhandelt Haverich die Position des Publikums in ihrem Werk immer wieder aufs Neue.

 

Katharina Haverich studierte Schauspiel an der Europäischen Filmschauspielschule in Zürich, Theater and Professional Practice an der Coventry University (BA) und Theaterwissenschaften an der Freien Universität in Berlin (MA). Sie arbeitete am Thalia Theater, am Theater Kampnagel in Hamburg, als auch bei The Wooster Group in New York. Bei ihrer dreijährigen freiberuflichen Tätigkeit am Haus der Kulturen der Welt in Berlin assistierte sie bei Arbeiten von Silke Bake, Tania Bruguera, Nevin Aladag, Okwui Enwezor, Omer Fast und Züli Aladag. Außerdem arbeitete sie mit den argentinischen Künstler*innen Emilio García Wehbi und Maricel Álvarez, !KF – Institut für Künstlerische Forschung, Choreograph Martin Nachbar, Musiker Christopher Hotti Böhm, Zentrum für Politische Schönheit und internil – Label für performative Propaganda-Dienstleistungen zusammen. Zusammen mit Cesy Leonard gründete sie die Community www.radikaletoechter.de. Durch Aktionskunst begeistern die Radikalen Töchter junge Menschen für demokratische Prozesse.